Wörter und Unwörter des Jahres; Timm Ulrichs

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Fotodokumentation

Ort

Berlin-Hellersdorf, Jean-Paul-Sartre-Gymnasium, Kyritzer Straße 103, 12629 Berlin

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Künstlerin, Künstler

Timm Ulrichs

Technische Angaben

Werktechnik, Material

Lichtinstallation, 20 Erco Kontur-Strahler mit Lochmasken

Maße

Gesamtmaße der Installation ca. 39m x 5m, Höhe der Strahler über dem Boden ca. 5,50m

Kurzbeschreibung

Zwanzig, an einem Gestänge von der Decke abgehängte Erco-Strahler projizieren zwanzig weiße Lichtkreise auf den dunklen Asphaltboden der langgestreckten Schulhalle. Die Strahler hängen parallel in zwei, circa 38 Meter langen Reihen etwa 5,50 Meter über dem Boden. Die Lichtkreise einer Reihe variieren in ihrer Größe von einem Meter Durchmesser am Eingang der Halle, gleichmäßig größer werdend, bis zwei Meter Durchmesser am andern Ende der Halle. Die Größe der Lichtkreise der anderen Reihe verläuft gegenläufig - von zwei Meter kleiner werdend bis ein Meter Durchmesser.

Zeitangabe

Entwicklung 2000, Realisierung 2001

Inhaltliche Beschreibung

In jedem der projizierten Lichtkreise erscheint jeweils ein Wort als Schatten ausgespart. Die eine Reihe der Strahler projiziert Wörter wie: „Rentnerschwemme“, „Sozialverträgliches Frühableben“, Gotteskrieger“ oder „Peanuts“ während in der anderen Reihe „Multimedia“, „Rot-Grün“, „11. September“ oder „Das alte Europa“ erscheinen.

So zitiert die eine Reihe die vom Institut für Sprache und Literatur der Goethe Universität Frankfurt, Prof. Dr. H. D. Schlosser seit 1991 jährlich ermittelten Unwörter des Jahres. Die andere Reihe zitiert die von der Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. in Wiesbaden seit 1972 ermittelten Wörter des Jahres in chronologischer Reihenfolge. Die zehn Jahre alten Worte und Unworte stehen in den kleinen, die aktuellen Worte und Unworte jeweils in den größten Lichtkreisen. Jedes Jahr, mit Veröffentlichung des neuen Wortes und des Unwortes des Jahres, wechselt Timm Ulrichs das jeweils älteste Wort und Unwort aus, alle Begriffe wandern eine Position weiter, und das aktuelle, durch die beiden Gesellschaften ermittelte Wort und Unwort wird in die Reihe eingefügt. Ein ständiger Sprachfluß entsteht, der die Entwicklung der Gegenwartssprache für die Schüler erlebbar macht.

Ausgewählt werden Wörter und Ausdrücke, die die öffentliche Diskussion des betreffenden Jahres besonders bestimmt haben, bis hin zu sprachlichen Mißgriffen, die sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen. (Thorsten Goldberg)

Organisatorischer Rahmen, Eigentümer

Künstlerischer Wettbewerb mit fünf geladenen Teilnehmern, durchgeführt vom Bezirksamt Hellersdorf, Abt. Bildung, Kultur, Sport und der Kommission für Kunst im öffentlichen Raum des Bezirks mit Beteiligung von Vertretern der Schule und der Schüler. Nach Vorstellungen des Architekten David Mackay sollten in den Fußboden der Halle des Gebäudes Platten mit Zitaten bekannter Philosophen eingelassen werden. Durch Vertreter der Schule war ein Bezug der Zitate zu Jean-Paul Sartre erwünscht. In dem im Januar 2000 durchgeführten Verfahren empfahl die Jury den Entwurf von Prof. Timm Ulrichs zur Realisierung. Bauherr: Land Berlin vertreten durch Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Hochbauamt

Kooperationen

mit freundlicher Unterstützung von ERCO Leuchten GmbH, Lüdenscheid

Diskussion

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