24 kt; Thorsten Goldberg

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Fotodokumentation

Ort

Berlin Marzahn-Hellersdorf, Fuchsberg-Grundschule, Apfelwicklerstraße 4-6, 12683 Berlin

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Künstlerin, Künstler

Thorsten Goldberg

Technische Angaben

Werktechnik, Material

Feingold-Guss, ein Vertragswerk, das die Zerstörung und Veräußerung ermöglicht, Stahlvitrine, Panzerglas, Kameras und Einbruchmeldeanlagen

Maße

Goldnest ca. 220 x 220 x 60 mm, ca. 815 gr eingebaute Vitrine ca. 50 cm breit, ca. 30 cm hoch, ca. 50 cm tief

Kurzbeschreibung

74 gegossene Äste unterschiedlichen Gewichts und Größe aus massiv Feingold und Feingolddraht gesteckt und verflochten, ca. 220 x 220 x 60 mm, mattierter Glassockel 180 x 180 x 20 mm, gravierte Edelstahltafel (nicht sichtbar darunter) in einer Stahl- Glasvitrine. Das Nest aus massiv gegossenen Feingold-Zweigen dient als finanzieller und ideeller Grundstock für die neue Fuchsberg Grundschule in Berlin Marzahn-Hellersdorf. Ein Vertrag erlaubt die Zerstörung und Veräußerung nach frühestens vierzehn Jahren und stellt dafür als Bedingung die gemeinsame Entscheidungsfindung und die Bildung einer gleichberechtigten Gemeinschaft. Das goldene Nest wird in einem gläsernen Wandsafe an zentraler Stelle im Schulgebäude sichtbar aufbewahrt.

Zeitangabe

Konzeption 2014, Fertigstellung Herbst 2018

Inhaltliche Beschreibung

Für eine festgelegte Summe des Realisierungsetats wurde 999,9er Feingold eingekauft. Hieraus wurde eine Anzahl von Zweigen und Ästen massiv gegossen und ein grobes Vogelnest gebaut, wie es Greifvögel oder Krähen bauen. Das goldene Nest wird ab Eröffnung der neuen Grundschule sichtbar in einer Vitrine ausgestellt. Die Vitrine ist luftdicht verschlossen, schussfest, vollständig verschweißt und vielfach gesichert in eine Wand an zentraler Stelle eingelassen. Mit dem Kunstwerk wird die Erlaubnis geliefert, es nach einer Zeit von mindestens vierzehn Jahren gegen etwas einzutauschen, das dann als notwendig erachtet wird. Ich verzichte nach der festgelegten Zeit auf meine Rechte als Urheber, um zu ermöglichen, dass das Kunstwerk zerstört und seine Materialien verkauft werden können. Der Schule und den Schülern soll eine eigene Gestaltungsmöglichkeit gegeben werden, die sie bei Bedarf selbständig ausführen können. Ob eine neue Bestuhlung als notwendig erachtet wird, ein großes Fest oder eine Werbekampagne oder ob irgendeine Ausstattung es tatsächlich wert ist, das Kunstwerk einzutauschen, muss sorgfältig überlegt werden und es muss diskutiert und gemeinsam darüber abgestimmt werden. Hierbei gelten definierte Regeln, die eine einsame und schnelle Entscheidung verhindern und die gleichzeitig eine Gemeinschaft schaffen, der aus gleichen Teilen Schüler und Lehrer und ehemalige Schüler angehören müssen. Ich gehe davon aus, dass in vierzehn Jahren Bedarf für etwas sein wird, das heute noch gar nicht gedacht werden kann. Dafür ist das Nest Projektionsfläche und Grundstein.

Organisatorischer Rahmen, Eigentümer

Wettbewerb des Bezirksamts Berlin Marzahn Hellersdorf 2014. Schulneubau durch HerbstKunkler.Architekten. Auftraggeber: Land Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.

Kooperationen