Ohne Titel; Inge Jastram: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 17. Dezember 2006, 10:53 Uhr

Fotodokumentation

Titel

ohne Titel

Ort

Berlin Hellersdorf, Bansiner Straße 25-29, Lion-Feuchtwanger-Straße 52

Vorname, Name

Inge Jastram

technische Angaben

Werktechnik

Mosaik - ornamentale Giebelgestaltung

Material

Spaltklinker in drei verschiedenen Farben (weiß, schwarz und rostbraun).

Maße

Giebelwand: ca. 31m x 12m

Treppenhauswände: ca. 33m x 4 m

Kurzbeschreibung Ganzflächige ornamentale Giebelgestaltung und Gestaltung der Fassaden der Treppentürme eines gesamten Wohnblocks

Realisierungszeit

1981-1985

inhaltliche Beschreibung

Die Gestaltung entstand im Rahmen der ersten Konzeption architekturbezogener Kunst für Hellersdorf, im Baufeld Kaulsdorf-Nord I. Weil das Wohngebäude durch den Bezirk Rostock errichtet wurde, erhielt eine Künstlerin aus dem Bezirk Rostock den Auftrag zur Schaffung eines Mosaikwandbildes.

Der stellvertretende Auftraggeber, das Berliner Büro für architekturbezogene Kunst, äußerte an der Giebelgestaltung von Inge Jastram wegen der Abstraktion leichte Kritik. Dennoch wurde die Arbeit abgenommen, gleichzeitig allerdings formuliert, dass die gestalterische Bezugnahme zur bildhaften Giebelgestaltung von Wolfram Schubert am Haus Teterower Ring 42-45 (nicht mehr existent) nicht vollends geglückt sei.

Sowohl die Giebelwand als auch die Treppenhaustürme zeichnet ein dekoratives Formenspiel von wenigen Grundmotiven aus, das in der Tradition der konstruktivistischen Kunst der 1920er Jahre steht, besonders der suprematistischen russischen Konstruktivisten. Hauptmotiv der Giebelwand ist das diagonal stehende Quadrat. Mehrere Quadratflächen werden in differenzierten farblichen Strukturen mit einander verflochten.

Gesellschaftspolitische Bezüge: Die komplexe Gestaltung des Wohnblocks vermittelt einen Ausdruck von Modernität. Inge Jastrams Klinkermosaike sind eines der wenigen Werke der 1980er Jahre im Bereich der Großsiedlung Hellersdorf, das dem großstädtischen Anspruch der städtebaulichen Planungen gerecht wird.

Im Unterschied zu manch anderen Gestaltungen dominieren an der komplexen Wohnblockgestaltung Inge Jastrams nicht die idyllisierenden Momente des zwanghaft Heiteren. Das abstrakte Formenspiel, besonders auch das der Hauptgiebelwand, kennzeichnet zwar ein positiv stimulierendes Moment. Doch wird der Kunstcharakter des Werkes nicht aufgegeben und eine Aufgabe des Alltagsdesigns in eine anspruchsvolle künstlerische Lösung übertragen.

zit. aus: Martin Schönfeld, 19-05 Inge Jastram in Dokumentation Kunst im Öffentlichen Raum Großsiedlung Hellersdorf, Hrsg. Kunstkommission Marzahn-Hellersdorf 2005

organisatorischer Rahmen, Eigentümer

Beauftragt durch den Magistrat von Berlin vertreten durch das Büro für architekturbezogene Kunst Berlin. Eigentümer heute: Gartenstadt Verwaltungsgesellschaft

Beteiligte, Kooperationen

in Zusammenarbeit mit der Architektin des Gebäudes Dr. Ute Baumbach