HIRSCH ROT; María Linares: Unterschied zwischen den Versionen

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Berlin-Charlottenburg, Funktionsgebäude der Julius-Hirsch-Sportanlage, Harbigstraße 40, 14055 Berlin
 
Berlin-Charlottenburg, Funktionsgebäude der Julius-Hirsch-Sportanlage, Harbigstraße 40, 14055 Berlin
  
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== Künstlerin, Künstler ==
 
== Künstlerin, Künstler ==

Version vom 21. November 2010, 14:07 Uhr

Fotodokumentation

Ort

Berlin-Charlottenburg, Funktionsgebäude der Julius-Hirsch-Sportanlage, Harbigstraße 40, 14055 Berlin

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Künstlerin, Künstler

María Linares

Technische Angaben

Werktechnik, Material

LED-Laufschrift, rote Wandfarbe

Maße

Wand: 60 m lang x 2,40 m hoch

LED-Ticker: 60 m lang x 0,2 m hoch

Kurzbeschreibung

Ein LED-Ticker läuft am oberen Rand der östlichen Flurwand im Erdgeschoss des Funktionsgebäudes von der hinteren Glastür bis zum Eingangsbereich (Richtung Nord-Ost)entlang. Die 50 mm hohe LED-Schrift ist rot. Die Wand ist in ihrer gesamten Höhe und Länge ebenfalls rot gestrichen.

Zeitangabe

Realisierung 2010

Inhaltliche Beschreibung

Kunst am Bau von, mit und für die Nutzer des Funktionsgebäudes auf der Julius-Hirsch-Sportanlage in Berlin

Im Sommer 2010 wurden Gespräche mit den Sportlern durchgeführt, die die Julius-Hirsch-Sportanlage und somit auch das Funktionsgebäude nutzen. Es ging dabei um die Verbindung zwischen Sport und Politik, um Vorurteile bezüglich der Herkunft, und auch um Julius Hirsch selbst, nach dem die Anlage benannt wurde.

Ausschnitte aus den Gesprächen wurden ausgewählt. Sie werden mit Hilfe der LED-Laufschrift im Flur des Sportfunktionsgebäudes ausgestrahlt, so dass die Sportler sie im Gebäude wieder finden, neu entdecken und in ihrem Alltag immer wieder zur Reflexion eingeladen werden. Die rote Farbe der Wand betont die Funktion der Laufschrift als Denkanstoß.

Hauptnutzer der Sportanlage sind derzeit der TuS Makkabi Berlin e.V. (der einzige jüdische Sportverein in Berlin), der Sport-Club Charlottenburg e.V. und Tennis Borussia Berlin (ein Fußballverein, der u.a. das Hans-Rosenthal-Turnier mit Prominententeams veranstaltet, die den Reinerlös des Turniers für die Hans-Rosenthal-Stiftung zur Verfügung stellen).

An den Gesprächen haben sich die 1. Herrenmannschaft des TuS Makkabi Berlin e.V. und die 1. Herrenmannschaft des SCC e.V. beteiligt. Die sportliche Leitung der Frauenmannschaft der Tennis Borussia Berlin hat ihre Teilnahme am Projekt leider verweigert.

Die Mitwirkung der Sportler und ihre Aussagen zu folgenden Themenkomplexen bestimmen die Inhalte der Laufschrift: Wie gestalten sich die Zusammenarbeit und das Zusammentreffen zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Deutschen auf der Julius-Hirsch-Sportanlage? Welche Bedeutung bzw. welchen Auftrag hat das Leben des jüdisch-deutschen Fußballnationalspielers Julius Hirsch, der in Auschwitz ermordet wurde, für die Sportlerinnen und Sportler in der Gegenwart? Kann und soll Sport gesellschaftspolitische Themen benennen und Position ergreifen? Haben die Mitglieder des jüdischen Vereins selbst Vorurteile und antisemitische Äußerungen beim Sport und im Alltag erlebt? Wie gehen sie und ihre nicht-jüdischen Sportsfreunde damit um?

Die laufende Schrift und ihre von den Nutzern des Gebäudes produzierten Inhalte verändern sich für den Betrachter stetig und laden immer wieder neu zur Reflexion ein. Die Gespräche wurden in Zusammenarbeit mit der Ethnologin Dr. Anja Peleikis vorbereitet und durchgeführt.

Quelle: María Linares in „HIRSCH ROT“, Vice Versa Verlag, 2010 ISBN 978-3-932809-68-2 (noch nicht erschienen!)

Organisatorischer Rahmen, Eigentümer

Geladener Wettbewerb des Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin

Durchführung: Abt. Bauwesen, SE Hochbau und Immobilienwirtschaft

in Kooperation mit dem Büro für Kunst im öffentlichen Raum, Kulturwerk des Berufsverbandes Bildender Künstler Berlins GmbH

Kooperationen

Die Gespräche wurden in Zusammenarbeit mit Dr. Anja Peleikis durchgeführt. Dr. Peleikis ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Ethnologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Zusammen mit ihrem israelischen Kollegen Dr. Jackie Feldman leitet sie zur Zeit das Forschungsprojekt: „After the Survivors. Performing the Holocaust and the Jewish Past in the New Yad Vashem Museum and in the Jewish Museum, Berlin.”

An den Gesprächen haben sich die 1. Herrenmannschaft des TuS Makkabi Berlin e.V. und die 1. Herrenmannschaft des SCC e.V. beteiligt. Ansprechpartner: Frau Beate Schmidt von TuS Makkabi und Herr Nicolas Wolff vom SCC

Die Durchführung der Arbeit ist dank der Bauleitung, Herrn Wolfgang Scharping, den Firmen ANES Bauausführungen Berlin GmbH, Behrend Automaten und WIPAmedia GmbH sowie der Assistenz von Kamil Rohde möglich gewesen.

Diskussion

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Diskussion:HIRSCH ROT; María Linares